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In meiner Komposition „Vom Hölzchen aufs Stöckchen“  für vier Schlagzeuger geht es um organische Prozesse in der Natur, die in der Musik wiedergespiegelt werden. Aus winzigen kleinen rhythmischen- und melodischen Zellen erwachsen immer komplexere Strukturen, die sich zu großen Flächen ausbreiten und miteinander verflechten.

Die Beschäftigung mit Hölderlin begann etwa mit 16 Jahren. Zu jener Zeit schenkte mir meine damalige Klavierlehrerin das Buch Hyperion. Seither habe ich viele seiner Gedichte gelesen, und einige kommen mir immer wieder zu Bewusstsein, wie etwa das berühmte: Hälfte des Lebens, Mein Eigentum, An die Parzen oder auch die späten Scardanelligedichte.

Tastenschatten ist nach Nachtstücke (1999) und Schatten tasten (2006) mein dritter größerer Zyklus für Klavier solo. Die sieben Stücke behandeln auf sehr unterschiedliche Art Techniken des zeitgenössischen Klavierspiels.

Das Stück ist eine, im Sommer 2016 erstellte Bearbeitung des vierten Satzes meiner Violinsonate von 2010. Wie der Titel schon andeutet, handelt es sich hierbei um feine und feinste Nuancierungen des Bogenstrichs (wie z. B. Haar, Holz, Haar mit Holz, Bogenspitze. Haar mit Fingernagel, Haar mit Fingerspitze …).

Das Duo entstand im Frühjahr 2016. Die Komposition bezieht sich, auf den Beginn des dritten Aktes der Oper Tristan von Richard Wagner. Teile dieser „alten Weise“ sind bruchstückartig über das ganze Stück verteilt.

Die Komposition entstand im Winter 2015/2016 und ist dem Angedenken des im Januar verstorbenen Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez gewidmet.

Debussys späte Kompositionen, vor allem die Études, gehören für mich zu den wenigen Werken, die ich ohne Zögern mit auf eine einsame Insel, - sagen wir die "Isle Joyeuse" -, mitnehmen würde.

Beethovens zutiefst menschliche Musik, hat mir in schwierigen Phasen meines Lebens immer Mut und Hoffnung gegeben. Schon früh war mir sein rebellischer und unbeugsamer Charakter ein hell leuchtendes Vorbild.