Andreas F. Staffel im Seitenprofil nach links blickend

Andreas Staffel

Das kompositorische Werk von Andreas F. Staffel reicht vom groß besetzten Orchesterstück über Oper, Film- und Theatermusik bis hin zur variablen Kammermusikbesetzung. Seine Musik wurde von namhaften Ensembles, Solisten und Orchestern auf internationalen Festivals uraufgeführt. Als Pianist und Performer arbeitet der ehemalige Meisterschüler von Oleg Maisenberg regelmäßig mit den verschiedensten Neue Musik- und Kammermusikensembles sowie mit DJs, Schauspielern und Rockensembles zusammen. Sein Duo ad lib. (zusammen mit dem Klangkünstler Julius Holtz) verbindet komponierte Musik mit Liveelektronik, Improvisation und Videokunst.

Staffels sinnliche und hochexpressive Musik spielt mit den Grenzen und Tabus der einzelnen Genres. Sein einzigartiger Sinn für Klang und Sprache ist geprägt von einer großen Offenheit und Neugier gegenüber Neuem und Unbekannten. Viele seiner Werke sind von zeitgenössischer Malerei inspiriert, wie z.B. das Streichquartett Nr.3 nach Bildern des von ihm verehrten Malers Gerhard Richter oder das Klavierstück „ Magic Squares“ (nach Paul Klee).

Eine große Leidenschaft von Staffel ist die Literatur, was über die Jahre zu einem eigenen Werk als Autor und Dichter geführt hat. Seine Gedichte und Essays reflektieren witzig und pointiert die Fragen unserer Zeit. Als Musikpädagoge und Veranstalter hat er 2009 mit dem Studio OHRPHEO einen faszinierenden Ort der sozialen und künstlerischen Begegnung in Berlin-Prenzlauer Berg geschaffen.

Thomas Heinicke, Stuttgart

Musikalische Ausbildung

Kompositorische Ausbildung bei Bojidar Dimov (Robert Schumann Hochschule Düsseldorf) und Prof. Manfred Trojahn, Wilfried Maria Danner (Köln). Meisterkurs bei Wolfgang Rihm und bei Henri Dutilleux, Paris. Besuch der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik.

Klavierstudium bei Prof. Andreas Maier Herrmann (Musikhochschule Frankfurt a. M.) und in der Meisterklasse bei Prof. Oleg Maisenberg (Musikhochschule Stuttgart). Meisterkurse bei Pierre-Laurant Aimard (Köln), Pi-Hsien Chen (Buckower Musikwerkstatt), Vitali Margoulis (Freiburger Klavierkurse).

Künstlerische Tätigkeit

Kompositionen für Soloinstrumente, diverse Kammermusikformationen, Ensemble, klein und groß besetztes Orchester.
Werke
für Soloinstrumente mit Orchester, Vokalkompositionen, Chor und Bühnenwerke, Werke mit Live Elektronik und Zuspielband.
Pianist
mit Solprogrammen und Ensemblemusiker

Aufführungen (Auswahl)

Acceuil Musicale, Paris (1996, 1997), Ackerstadtpalast,
Bishkek, Kirgisistan Konzerte und Masterclasses (2013) • BKA unerhörte Musik (2007, 2010, 2012),
Con Fuoco Konzertreihe, Zürich-Enge (1995) • Concours Henri Dutilleux, St. Pierre des Corps (2008) • Centro Cultural Sao Paolo Brazil (2016),
D
resdener Bachtage 2016,
E
uregio Musiktage, Portraitkonzert (1999) • Euriade Festival Heerlen, (2000, 2001),
Festival der Edna Millay Foundation New York-Austerlitz (2004) • Festival St. Julien, Languedoc (1999) • Freiburg, Konzert der Innenhöfe (2004),
Hellerau (Europäisches Zentrum der Künste Dresden),
Iberoamerikanisches Festival Havanna, In Front Festival (2001) • Intersonanzenfestival Brandenburg, Potsdam (2008-2013) • Introstichting Maastricht, NL (1999),
Literaturm Festival Frankfurt (2004),
M
oskau, ZIL (2015) • Musicloft Köln,
N
ingbo Art Festival in Südchina (2000),
Ohrenstrand Festival für Neue Musik, Berlin HBF (2011) • Ostbelgienfestival (2003) O´Culto da Ajuda(Lissabon 2017),
Ploiesti, Bukarest - Konzerttournee mit rumänischem Symphonieorchester (1999) • Prager Frühling (Prag 2009) • Pyramidale Berlin- Hellersdorf (2012),
Weimarer Frühjahrstage für Neue Musik (2013),
R
athauskonzerte Potsdam (2007),
T
eheran, Musikinstrumentemuseum (2015),
Wabe
Berlin (2017),
Z
epernicker Randspiele (2009),

Fernsehauftritte beim WDR Fernsehen (1995, 1996) und beim südchinesischen Fernsehen.

Kompositionsaufträge

u.a. für die Oper der Stadt Frankfurt • das Sinfonieorchester Aachen • das Euriadefestival • die Rundfunkanstalten BR, HR, WDR • die Hasenclever Literaturgesellschaft • das Instititut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH • die Peter und Irene Ludwigstiftung • das OstbelgienfestivalPyramidale (2012).

CD Produktionen

Correspondance (Improvisationen mit Orgel und Klavier) Andreas Staffel, Klavier und C. M. Frommen, Orgel,(Aeolusmusic) 1995
Andreas Staffel, Portrait CD (Klaviersolo) (Aeolusmusic) 1996
Nachtstücke (Aeolusmusic, Düsseldorf) 1999
Wassermusik (Undamaris, Düsseldorf) 2001
Chambermusic 2004
Treibgut 2014-2016

Zusammenarbeit unter anderem mit

Pavlos Antoniadis (Piano), Silke Aichhorn (Harfe), Apparat (DJ), Auditivvocal Dresden (Chor), Prof. Dr. Wilhelm Berges (Sprecher), Duo Bögeholz Mossalini (Bandoneon/Gitarre), Markus Bosch (Dirigent), DŸSE (Rockband), Ensemble Correspondance, Sonic Art Saxophonquartett, Ensemble E-Werk (4 E-Gitarren), Moritz Ernst (Klavier), Thomas Fehlmann (DJ Tresor), Yvonne Friedli (Sopran), Jan Gerdes (Klavier), Martin und Cecilia Gelland (Violinduo), Stephan Goldbach (Kontrabass),  Monika Gossmann (Schauspielerin), Katia Guedes (Sopran), Katharina Hanstedt (Harfe), Margarete Huber (Sopran), Claudia Herr (Sopran), Ensemble Junge Musik Berlin, Andra Kokott (Regisseurin), Ensemble Konvergence (Prag), Metaboles (Streichquartett, Frankreich), Wang Whoo Moon (Cello), Ensemble Mosaik, Minguetquartett (Streichquartett), Sonic Art Saxophonquartett, Musashi Baba (Dirigent), Andreas Neufeld (Violine), Sinfonieorchester Aachen, Marlene Streeruwitz (Schriftstellerin), Hans Joachim Schädlich (Schriftsteller), Daniel Seroussi (Klavier), Christine Simolka (Bariton), Susanne Stock (Akkordeon), Lisa Ströckens (Sopran), Sergej Tchirkov (Akkordeon, Moskau), Antje Thierbach (Oboe), Neza Torka (Akkordeon), Nasan Tur (Bildender Künstler), Rene Wohlhauser (Bariton), Claudius von Wrochem (Cello), Xenon Ensemble, Helmut Zapf (Dirigent)

Aufführungen

unter den Dirigenten Marcus R. Bosch, J. Hulin, Musashi Baba, P. Sbarcea, W. Trommer und Helmut Zapf. 

Stipendien und Preise

INM-Förderung 2016 für Andreas F. Staffel und Julius Holtz für ihr Projekt: Contemporary Remix
Preisträgerprojekt
"Sotto voce" beim Wettbewerb operare 2011 in Berlin
Finalist bei den Weimarer Frühjahrstagen für Neue Musik (2013)
Finalist beim Concours internationale Henri Dutilleux (2008)
Stipendiat des Künstlerhauses Lukas und der Millay Foundation New York
Preisträger der Edward T. Cone Foundation New Jersey.

Unterrichtstätigkeit

als Gastdozent an den Musikhochschulen in Tiansing und Hangzouh (China), Akademie Schloss Rheinsberg, Akademie Ohrpheo (Berlin), städtische Johann-Sebastian-Bach Musikschule Potsdam.