Repertoire

Aktuelle Konzertprogramme (Auswahl)

ad lib.: Tastennetze

ad lib.: Julius Holtz and Andreas F. Staffel, © dirk hasskarl/fotografie
ad lib.: Julius Holtz and Andreas F. Staffel, © dirk hasskarl/fotografie

A.F. Staffel: Klavier, Präpariertes Klavier, Toypiano, Melodika, Midipiano
J. Holtz: Liveelektronik, Plattenspieler

Das Duo ad lib. ist das Ergebnis des künstlerischen Austauschs zwischen Andreas F. Staffel und Julius Holtz, bei dem zwei unterschiedliche musikalische Persönlichkeiten und Haltungen aufeinander treffen.

Andreas F. Staffel studierte Klavier und Komposition an der Musikhochschule Frankfurt a. M., in der Meisterklasse bei Prof. Oleg Maisenberg an der Musikhochschule Stuttgart und bei Bojidar Dimov Komposition. Er komponiert Werke für fast alle Besetzungen, vom Solostück über Kammermusikwerke bis hin zu großbesetzten Orchesterwerken und Opern.

Julius Holtz wuchs als Musiker im Umfeld subkultureller elektronischer Musik auf. Später studierte er Sound Studies an der UDK Berlin. Seine Arbeiten sind im Bereich improvisierter Elektronik, Performance, mehrkanaliger konkreter Klangkompositionen und Installation verortet.

Für das Projekt arbeitet Holtz mit elektronischem Material verschiedener Form und Herkunft und prozessiert den Klavierklang der Kompositionen von Andreas F. Staffel. Die Kompositionen von Staffel arbeiten mit der subtilen Verflechtung einzelner kontrastierender Klangfarben. Die hierbei angestoßenen Räume werden durch den Einsatz der Elektronik gefiltert und ergänzt.

INM-Förderung 2016 für Andreas F. Staffel und Julius Holtz für ihr Projekt: Contemporary Remix. Der Berliner Senat und die Initiative Neue Musik haben unter vielen Bewerbungen das neue Project des Duos ausgewählt. Die Konzerte finden im Sommer 2016 statt. Die Konzerttermine werden in Kürze hier veröffentlicht!

Logo inm | initiative neue musik berlin e.V

Aleppo - Berlin, eine Reise in 7 Bildern

Alleppo - Berlin: Andreas F. Staffel am Klavier, Omar LRose als Tänzer

Omar LRose, Tanz, Konzept, Choreographie und Lichtregie
Andreas F. Staffel, Komposition und Klavier

Das Stück beginnt noch vor dem syrischen Bürgerkrieg. Omar arbeitet als Konditor in Aleppo.

Wir sehen ihn im Kreis seiner Freunde und Familie, Kuchen in seinem Café servieren,  Fußball spielen und mit Freunden tanzen. Plötzlich bricht der Krieg herein. Bomben fallen von überall her, Familienmitglieder werden verschleppt. Mit seinen letzten Ersparnissen bucht Omar für sich und seine Schwester ein Schlauchboot, dass ihn für 7000€ nach Griechenland bringen soll.

Mit dreißig Leuten besteigt er das Boot. Nachdem sie zweimal fast gekentert sind, erreichen sie das griechische Festland. Dort werden sie von der Polizei registriert.

Omar lebt in einer provisorischen Wohnung eines Schmugglers. Wegen geringster Vergehen wird er mehrmals inhaftiert und macht Erfahrungen mit rassistischen Sicherheitsbeamten.

Nachdem der Menschenschmuggler mit seinen Ersparnissen durchgebrannt ist, macht sich Omar alleine auf die Fußreise nach Deutschland. In Mazedonien wird er erneut von der Polizei aufgegriffen und wird nach Griechenland zurück geschickt. Unter erbärmlichen Umständen lebt Omar einige Jahre in  Athen und bekommt  Kontakt zu einer Tanztruppe und nimmt Tanzunterricht. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er als Konditor. Nachdem er wieder etwas Geld angespart hat, macht er sich erneut auf den Weg nach Deutschland. Hier lebt er einige Monate in einer Massenunterkunft in Bramsche. Von einem Tänzer wird er entdeckt und bekommt einen Saisonvertrag beim Theater in Osnabrück. Hier lebt er nun und wartet auf die Bewilligung seines Asylantrags.

Der syrische Tänzer Omar LRose hat gemeinsam mit dem Komponisten und Pianisten Andreas F. Staffel ein Theaterstück entwickelt in dem die abenteuerlichen Stationen seiner Flucht künstlerisch umgesetzt wurden.Der  Berliner Komponist Andreas F. Staffel hat Omars Reise in sieben szenischen Bildern skizziert. Hauptrequisit ist hierbei der Flügel, der sowohl als Versteck, Höhle, Gefängnis, als auch als Boot und Asylbehörde dient .Ergänzend durch den Einsatz von Licht und Schatteneffekten und das Hinzufügen von Videoausschnitten werden die unterschiedlichen Perspektiven der Flucht visuell dargestellt. Ein Ausschnitt des ca. einstündigen Programms wurde im vergangenen Jahr im Rahmen einer Benefizveranstaltung für Moabit hilft in Berlin sehr erfolgreich aufgeführt.

Dance to survive richtet sich an alle Altersklassen und ist auch sehr gut für Aufführungen mit Schulklassen geeignet. Omars Schicksal ist stellvertretend für das Schicksal vieler geflüchteter Menschen. Auf faszinierende Weise in dem Projekt  dargestellt, wie durch Tanz und Musik die Hoffnung und die Kraft zum Überleben gefunden werden kann.

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Brecht auf

Margarete Huber, Sopran
Jan Kobow, Tenor
Lucas Brunnert, Violine
Andreas F. Staffel, Klavier und Programm

Lieder von Andreas F. Staffel (8 Lieder nach Liebesgedichten von Bertold Brecht, Terzinen über die Liebe für Sopran, Tenor, Violine und Piano). Außerdem Werke von Paul-Heinz Dittrich, Georg Katzer, Christfried Schmidt und Sebastian Stier.

Im September 2012 nähert sich der fünfzigste Todestag von Hanns Eisler. Dies zum Anlass nehmend präsentieren wir einen Liederabend mit Liedvertonungen von Berliner (oder in Berlin lebenden) Komponisten aus drei Generationen.

Der Komponist Christfried Schmidt vertonte seine 3 Lieder nach Heinz Czechowski, Heiner Müller und Günter Kunert in den sechziger Jahren. Die technisch extrem schweren und ausgefeilten Lieder wurden, wie viele Werke des sehr eigenwilligen Komponisten seit ihrer Uraufführung nur noch selten gespielt. Erst Jahr 2012 werden sie, im Rahmen des Berliner Brechtfestes uraufgeführt. Paul Heinz Dittrichs komplexe und expressive Tonsprache wurde bereits von Hanns Eisler erkannt und in der Meisterklasse von Wagner-Régeny gefördert. Von ihm erklingen vier Lieder nach Texten von russischen Dichtern. Die Heinelieder von Georg Katzer stammen aus dem Jahr 1974. Der Paul-Heinz Dittrichschüler Sebastian Stier hat eigens für das Programm seine (ursprünglich für Ensemble komponierten) „Vier Liebeslieder“ für Klavier und Sopran umgearbeitet. Die 8 Liebeslieder von Andreas F. Staffel entstanden in den Jahren zwischen 1999 und 2012. Brechts Liebesgedichte begleiten und beschäftigen den Komponisten seit langer Zeit. Man kann hierbei von einem „Work in Progress“ sprechen. Im BKA wird erstmals der gesamte Zyklus zu hören sein. Die „Terzinen über die Liebe“ sind der Leiterin des Berliner Brechthauses, Ursula Vogel gewidmet. Dort wurden sie am 30.06. dieses Jahres uraufgeführt.

Gruß vom Meer

Genaue Informationen unter: http://gruss-vom-meer.jimdo.com/

Klavierabend: Hommage á Claude Debussy

Claude Debussy (1862-1918)

Première Arabesque (1888)
Claire du lune (1990)
Isle joyeuse (1904)
Images (1907)
Cloches à travers les feuilles
Et la lune descend sur le temple qui fut
Poissons d'or

Pause

Études - Livre II (1915)
Pour les degrés chromatiques
Pour les agréments
Pour les notes répétées
Pour les sonorités opposées
Pour les arpèges composés
Pour les accords

Andreas F. Staffel:

Improvisation sur C.D.

Klaviersolo/Auszüge

Neue Musik
  • Pierre Boulez:
    Une Page d´ephemeride

  • Wilfried Maria Danner:
    Sonate, Aphorismen

  • Bojidar Dimov:
    Scriabinrituals, Schubertrituals

  • Henri Dutilleux:
    Sonate, Les jeux du contraires

  • Karl Amadeus Hartmann:
    Sonate 27. April 1945

  • M.Hirsch:
    Monologe für Klavier (2001)

  • Hans Werner Henze:
    Cherubino (3 Stücke für Klavier)
    Une petite phrase

  • Hindemith:
    Suite 1925

  • Mauricio Kagel:
    An Tasten
    Á deux mains

  • Wilhelm Killmayer:
    Auszüge aus Nocturnes (An John Field)

  • Ernst Krenek:
    Klavierstücke op.39

  • Peter Köszhegy:
    Sun (für Toypiano)

  • György Ligeti:
    Aus den Etüden erstes Buch (Fanfaren, Arc en ciel, Automn à Varsavie)

  • Luca Lombardi:
    Saluti
    Albumblätter

  • Arthur Lourié:
    Formes en l'air

  • Frank Martin:
    aus 8 Préludes: Prélude Nr.7

  • Oliviér Messiaen:
    Auszüge aus den Preludes und Vingt Regards
    Mode de valeurs et d'intensitées

  • Per Nørgard:
    Grooving

  • F.M. Olbrich:
    Face the nations für präpariertes Klavier

  • Carlos Sandeval Mendoza:
    pfmd (Klavier und Elektronik)

  • Oliver Schneller:
    Five imaginary spaces für Klavier

  • Arnold Schoenberg:
    Klavierstücke op. 11, op.19, op.23

  • Heinrich Ignaz Straßfogl:
    Scherzo

  • Erwin Schulhoff:
    Hotmusic (Ten syncopated studies)

  • Stockhausen:
    Klavierstück Nr. 8

  • Tan Dun:
    C-A-G-E

  • Stefan Wolpe:
    Gesang weil ich etwas Teures verlassen muss

Klassisches Repertoire
  • Bach:
    Aus dem Wohltemperierten Clavier Bd.I: Präludien und Fugen Nr.1-9,12-15,18,21,22,24; Bd.II: Nr.1,4,9,14
    Partiten Nr.1,2 und 6
    Französische Suite Nr.5
    Inventionen u.a.

  • Mozart:
    Sonaten Nr.6,8,9,11,12,16
    Fantasie Kv 475
    Variationen über ah vous dirais je,maman
    kleine Klavierstücke(Programm zum Mozartjahr 2006)

  • Haydn:
    Sonate D-Dur und e-moll
    Variationen

  • Beethoven:
    Klaviersonaten op.2 Nr.3, op.10 Nr.5,0p.13(Pathetique) op.27 Nr.2 (Mondschein)op.31 Nr.2 (Sturm), op.81a (Les Adieux), op.109.110,111
    Die Wut über den verlorenen Groschen

  • Chopin:
    Nocturnes
    Etudes
    Préludes
    Barcarolle

  • Liszt:
    Sonate in h-moll
    Grandes Etudes d´execution transcendentes(nr.4,9,10,11)
    späte Klavierstücke
    Les jeux d´eau a´la villa d´este
    Liebestraum

  • John Field:
    Zwei Nocturnes

  • Robert Schumann:
    Fantasie op.17
    Carneval
    Papillons
    Gesänge der Frühe

  • Joseph Jongen:
    Clair du lune

  • Dandrieu:
    Sarabande

  • Debussy:
    Auszüge aus den Préludes
    Etudes
    Isle joyeuse
    Images Bd.1 und 2
    Clair de lune

  • Ravel:
    Jeux d´eaux
    Miroirs
    Pavane

  • Franck:
    Prelude, Choral et Fugue

  • Prokofjeff:
    Visions fugetives (Auszüge)

  • Scriabin:
    Sonate Nr.4, Nr.9
    Auszüge aus den Préludes op.11
    Etudes op.8
    Poèmes
    Fünf Préludes op. 74

  • Rachmaninoff:
    Einige Préludes

Darüber hinaus umfasst Andreas Staffels Repertoire Kammermusikwerke in unterschiedlichsten Besetzungen.