Polimonolie I für Akkordeon

Sergej Tchirkov | Akkordeon
Deutsche Erstaufführung - 3. Juli 2016 Musikstudio Ohrpheo (www.ohrpheo.de) in Berlin


Das Stück entstand im Frühjahr 2014 und ist einer persischen Künstlerin gewidmet. Neben der im Titel verborgenen Anspielung auf das Gesellschaftsspiel Monopoly bezieht sich die Komposition im Kern  auf den beständigen Wechsel zwischen Ein- und Mehrstimmigkeit. Vereinzelte, sehr ausgedünnte und an Rezitative erinnerende Passagen stehen neben wahren Klangexplosionen, bei denen der Interpret seine Absätze perkussiv einsetzt. Die rhythmischen Versetzungen, welche im Tango Nuevo eine tragende Rolle spielen, werden zusätzlich durch messerscharfe, permanent verschobene Zweiunddreißigstel hervorgehoben. In den ruhigen Passagen synchronisieren sich die Luftgeräusche des Akkordeonbalgs mit der Atemluft des Spielers. Sowohl die langsamen als auch die schnellen Passagen werden in ihrer Entwicklung an ihre äußerste Extreme geführt. Während die Musik in ihren langsamen Teilen sich immer mehr auflöst und verlöscht, werden die Allegropassagen auf ihrem Höhepunkt zu einer rasenden Besessenheit getrieben, bei welcher der Interpret gleichzeitig chromatische Cluster auf die Tastatur schlägt, den Balg in äußerstem Vibrato bewegt und mit den Füßen aufstampft. Am Ende der Komposition stehen verebbende Basstöne , die, gleich Schiffshupen, in der Ferne verhauchen.

Polymonolie

Uraufführung von "Polymonolie I"
durch Sergey Tchirkov, Akkordeon
im Z.I.L Moskau, 8.06. 2015

Uraufführung von

Polymonolie

Polymonolie
for Accordion Solo
Bestellnummer: 4102113
Edition Anthemion

Titelblatt von Polymonoly

Zurück